tip Backstage – Schauspielschule Charlottenburg

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tip Backstage präsentiert von Mastercard Priceless Berlin in der Schauspielschule Charlottenburg

Im tiefsten Westen, gut versteckt in einem beschaulichen Hinterhof, befinden sich in einem ehemaligen Fabrikgebäude die Studios und Proberäume der Schauspielschule Charlottenburg. Mit “tip Backstage präsentiert von Mastercard Priceless Berlin” bekamen am 21. März 2018 15 glückliche Teilnehmer einen exklusiven Einblick in die vier Etagen der Kulturstätte, die 60 Studenten zu den Theater- und Filmschauspielern von morgen ausbildet.

Freundlich baten Liana Römer, Leiterin der Marketingabteilung und Evelyn Schmidt, stellvertretene Direktorin der Schule, die ankommenden Gäste ins Warme. Als alle vollständig versammelt waren, wurde die Gruppe in das Foyer des Studiotheaters geführt, wo der Gründer und Direktor der Schule, Valentin Platareanu, und seine Tochter, Schauspielerin Alexandra Maria Lara, bereits warteten. Frau Lara wurde selber an der Schule ihres Vaters ausgebildet, danach gelang ihr der erfolgreiche Einstieg in ein Leben vor der Kamera. Bekannt ist Lara aus Filmen wie “Geostorm” oder “Der Vorleser”. Bis heute ist sie Schirmherrin der Schule und unterstützt ihren Vater im Geschäft. Valentin Platareanu hieß jeden einzelnen der Teilnehmer persönlich willkommen und führte anschließend in einen kleinen Vorführungsraum. Nach einer herzlichen Begrüßung seinerseits und Worten einer Mitarbeiterin des tip begann die Führung.

Das Studiotheater, zuvor ein Raum für Kindertheater, war in den Anfangstagen ein Schlachtort für Schweine. Faszinierend, wie sich die Nutzung des Raums bis heute wandelte. Ein besonderer Moment entwickelte sich, als Valentin Platareanu leidenschaftlich von den Grundsätzen der Ausbildung an der Schauspielschule erzählte. Seine Leidenschaft und Liebe zu der Sache wurde dabei deutlich spürbar. Regisseur Robert Jäger zeigte danach in einem zehnminütigen Film Eindrücke über Stücke und Proben der Schauspielschule. So erlangten die Teilnehmer einen ersten Eindruck in die Ausbildung der Studenten, die eine große Selbstmotivation verlangt.

Weiter ging es, auf einer schmalen Treppe durch das Backsteingebäude, in einen Proberaum des Hauses. Dort probte eine Studentin gerade die Monologarbeit, aufwendig performte sie den Auszug eines Stückes von Shakespeare. Die Monologarbeit ist Teil des sechsten Semesters und unter dem wachsamen Blick und hilfreichen Verbesserungsvorschlägen der Dozentin Heike Irmert, zeigte die Studentin ihre Lernerfolge. Mit Mimik und Gestik erweckte sie die Konversation mit einer nicht anwesenden Person zum Leben. Die Teilnehmer staunten. Danach begab man sich auf den Weg zur finalen Station des Rundgangs.

Die Loftbühne befindet sich im dritten Obergeschoss, weitere schmale Treppen führten die Teilnehmer hinauf und oben angekommen machten es sich alle auf den aufgestellten Stühlen bequem. Der Dozent für Bühnenkampf, Jean-Loup Fourure, unterrichtet die Studenten in den Techniken des Nahkampfes, Fechtkampfes und des Kampfes mit langen Stöckern. Zum Auftakt kämpften zwei Studentenpaare vor der Nase der Teilnehmer mit langen Stöcken und zeigten dabei vollen Körpereinsatz. Das zweite Mal wurden die Gäste Zeugen eines Fechtkampfes, der in einen Dialog über die Nähe zwischen zwei Liebenden eingebaut wurde. Tanzlehrer Parnéel Allen hatte die Studenten für den zweiten Teil der Vorführung trainiert. Er erklärte seine Freude über die Internationalität der Schauspielschule. Einige Teilnehmer wurden mit dem Fakt zum Lachen gebracht, dass er sich auf “Denglisch”, einer Mischung zwischen Deutsch und Englisch, unterhalten müsse. Bei so vielen Persönlichkeiten verschiedener Herkunft an der Schule müsse man einfach einen Kompromiss eingehen.

Die Vorführung im Tanzen präsentierten die Studenten in verschiedenen Kostümen. Der Tanz hieß “Bus Stop” und zeigte die Schüler wartend auf einen Bus, alle typisch Berlin, pantomimisch Drogen konsumierend. Dann folgte ein plötzlicher Ausbruch von Tanzfreude. Perfekt synchron und doch cool und enthemmt zugleich bewegten sich die Studeten über den glänzenden Boden der Loftbühne. Begeistertes Applaudieren beendete den exklusiven Einblick hinter die Kulissen der Schauspielschule Charlottenburg. Am Ende der Führung hatten die Teilnehmer einen umfassenden Eindruck über den Lehrplan der Schule und die enge Beziehung zwischen Dozenten und Studierenden erlangt.

Zum Abschluss des Abends warteten es Sekt und kleine Speisen im Foyer der Loftbühne. Die Studenten und Dozenten stießen dazu und es wurden weitere Fragen über den Alltag der Schule gestellt. tip Backstage präsentiert von Mastercard Priceless Berlin in der Schauspielschule Charlottenburg war ein erinnerungswürdiger Abend, verbunden mit leidenschaftlichen und spannenden Persönlichkeiten, die einem das Lebensgefühl der Schauspielerei nahe brachten. Eine Schauspielausbildung erfordert viel mehr, als nur das Talent, in fremde Charaktere zu schlüpfen. Es erfordert Körpergefühl, Mut und Disziplin. “Man muss anderen Menschen etwas geben wollen”, ergänzte Direktorin Evelyn Schmidt.

Schauspielschule Charlottenburg

94 Otto-Suhr-Allee Berlin Berlin 10585

(030) 2417-8324

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